Haarige Geschichten
 
 
Je mehr, desto besser: Seit Jahrtausenden stehen die Menschen auf Volumen-Frisuren ...
 
 
Schon bei den alten Ägyptern war volles Haar ein Symbol für Jugend, Kraft und Würde.
In vielen älteren Kulturen signalisierte üppiges, langes Haar übrigens auch männliche Potenz.
Erst mit dem aufkommenden Bürgertum vor gut 200 Jahren schnitten Kerle ihre Zotteln ab.
 
In der Zeit des Rokoko (um 1730 bis 1770) trugen Frauen Turm-Frisuren, sogenannte Fontangen,
die zweimal so hoch wie der Kopf waren. Um sie zu schonen, mussten die Damen nachts aufrecht schlafen.
 
Warum voluminöses Haar so begeht ist, erklären Psychologen so: Da all unsere Sinnesorgane im Kopf sitzen,
blicken wir meist zuerst ins Gesicht und auf die Haare. Und der logischste Weg, um etwas Bedeutung
zu verschaffen, ist, es zu  vergrößern. Auch heute glauben 42 Prozent der Deutschen, das gut gestyltes,
fülliges Haar für mehr Anerkennung sorgt.
 
Aus dem Buch: Christian Janecke (Hrsg.) "Haar tragen. Eine kulturwissenschaftliche Annäherung"
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